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  • TAZ: Wie die Antifa Mitglieder bei Anti-PEGIDA bezahlt

    Die TAZ mit einem sehr wichtigen Artikel. Sie zeigt, dass die Medien diese Strukturen der Antifa unhinterfragt lassen, wenn nicht gar mit verwoben sind.

    25 Euro Stundenlohn für die Teilnahme an einem antifaschistischen Protest: Was sich anhört wie eine wilde, rechte Verschwörungstheorie, ist anscheinend bitterer Ernst. Dies geht aus einem internen Organisationsschreiben eines Vereins namens „Antifa e.V.“ hervor. Darin wird über die Organisation von nicht weniger als 48 Bussen informiert, die zu den Protesten gegen Pegida und Legida am 9. Februar 2015 fahren – samt Vergütung für alle Mitfahrer. Auch Freibier wird versprochen und Vermummungsmaterial („Hassis“) zum Kauf oder Verleih angeboten.

    Das öffentlich gewordene Dokument, entdeckt auf einem mutmaßlich verloren gegangenen USB-Stick, könnte eine Frage beantworten, die sich die meisten Medien normalerweise nicht stellen. Wenn wieder einmal ein Pegida-Aufmarsch blockiert, eine AfD-Veranstaltung gestört oder massenhaft Autonome aufmarschiert sind, wird darüber – oft mit unterschwelliger Sympathie – berichtet, aber nicht hinterfragt, wieso die Antifa eigentlich so gut organisiert ist.

    ...Doch woher kommt das Geld, das die Antifa-Struktur mit vollen Händen verteilt, um andere in ihrer freien Meinungsäußerung zu unterdrücken? Der von deutschen Medien als Propagandasender diffamierte russische TV-Kanal RT hat die Hintergründe recherchiert.

    In einem Organigramm werden die Verbindungen zwischen Verein, Antifa GmbH und Antifa Gewerkschaft auf der einen, sowie Bundesregierung, Parteien und Verbände auf der anderen Seite aufgezeigt. Demnach profitiere die Antifa von direkten finanziellen Zuwendungen durch die Regierung, aber auch dem Parteienkartell aus SPD, CDU und Grünen.

    Die Sytemmedien ignorierten diese Erkenntnisse, womöglich weil sie selbst involviert sind, doch eine Verbreitung über die sozialen Netzwerke konnten sie nicht aufhalten. Auf interne Nachfrage dementierte taz-Chefredakteuer Andreas Rüttenauer jede Verbindung mit „Antifa e.V.“: „Unsere Mitgliedschaft bei Black Block e.V. verbietet eine Doppelmitgliedschaft“, sagte er.

    Den ganzen sehr mutigen Artikel zu diesem demokratiepraktischen Skandal finden Sie HIER Wer das für Satire hält oder wenn es als Satire gemeint wäre, die Realität ist noch weit schlimmer. Denn die Antifa wird von sozialwissenschaftlichen Fakultäten gepäppelt. Alles "rechtsextreme Narrative"...
    Satire sind die Artikel der Quoten-Journalistinnen, die den Witz mit drei Worten dauerhaft verbreiten: ISLAM IST FRIEDEN.

    Wenn man durch Überspitzung die wahren Sachverhalte wegironisieren will, dann legt man die Netzwerke hoffen. Danke, die Linken sind doch mal großzügig.

  • Nein, der Absturz von Smolensk war kein russischer Anschlag

    Wenn, dann ist der Flughafen schuld, der nur für Militärgerät ausgerichtet ist. Das war fatal. Schuld aber ist die unverantwortliche Reisevorbereitung der polnischen Regierung UND der Piloten... S. HIER

  • LinksfaschistINNEN provozieren Absage von AfD-Veranstaltung in Bayreuth

    Auf Facebook schreibt Beatrix von Storch:

    Morgen werde ich NICHT in der Stadthalle Bayreuth auftreten. Denn nach einem linksradikalen Angriff heute Nacht auf den Veranstaltungsort, die öffentliche Stadthalle, hat diese nun gerade den Vertrag gekündigt und die Veranstaltung abgesagt. Wie nennt man das, wenn Gewalttäter andere Meinungen niederknüppeln und Angst und Schrecken verbreiten, so dass es zu solchen Absagen kommt

    Es ist erschütternd, wie Andersdenkende von oft psychisch gestörten AntifantINNEN mit Gewalt malträtiert werden. Doch das findet keinen Weg in die Presse. Denn der Kampf gilt nur "rechts". Aber rechts ist eben nicht Nazis, sondern alles, was einem großen gesellschaftlichen Manipulationsexperiment im Wege steht.

  • Der 200. Geburtstag des Eisernen Kanzlers – (k)ein Grund zum Feiern?

    Zum zweihundertsten Geburtstag Otto von Bismarcks am 1. April 2015 ist eine Fülle von Literatur zum umstrittenen Staatsmann erschienen. Zwei Arbeiten werden im Folgenden vorgestellt. Von Christoph Rohde

    Unterschiedlicher können die Biographien von Norbert F. Pötzl und Ernst Engelberg kaum sein, was ihr Volumen, ihre Tiefe und ihre Bewertung des Lebens und Wirkens des deutschen Reichskanzlers betrifft. Während Spiegel-Autor Pötzl Bismarcks Leben in seinem Bismarck – der Wille zur Macht „mit leichter Feder“ in journalistischem Stile darstellt und schonungslos bewertet, bietet das Werk des Historikers Ernst Engelberg Bismarck – Sturm über Europa eine umfassende Studie über den eisernen Kanzler, die dessen Wirken in den gesellschaftlichen und außenpolitischen Kontext seiner Zeit stellt.

    Pötzl: Bismarck als Anti-Demokrat

    Das Buch des Journalisten Pötzl gibt einen gut strukturierten Überblick über die Stationen des Lebens Bismarcks. Es weist jedoch die klassische Schwäche einer journalistischen Arbeit über eine historische Figur auf: es betrachtet die historische Bedeutung des Protagonisten ganz und gar aus der Perspektive des gegenwärtig vorherrschenden Zeitgeistes. Die strukturellen Zwänge und kulturellen Eigenheiten der Epoche werden von Pötzl in den Hintergrund gestellt, die persönlichen Schwächen geradezu als Pathologien gezeichnet. Kurz skizziert er das preußische Erbe, seine Erziehung zu Härte und Disziplin und seinen selbst proklamierten eigenen Anspruch, den er vor Korpsbrüdern mit Anfang Zwanzig äußerte: „Ich werde entweder der größte Lump oder der erste Mann Preußens.“ Bismarck habe sich in der Ausbildung nur fürs Militärische interessiert und bei der Eroberung seiner Frau Johanna von Puttkamer die diplomatischen Manöver angewandt, die ihm später zu den politischen Siegen verhalf, die Pötzl aber gar nicht als solche bewertet. Bismarck definierte die Politik als „Kunst des Möglichen“; er war gar kein Anhänger der Vereinigung Deutschlands, sondern wollte sein konservatives Preußen retten, als „weißer Revolutionär“ (Henry Kissinger) durch eine Revolution von oben.

    Ein instinktloser, uncharismatischer Innenpolitiker

    Bismarck war ein „Macchiavellist der Machtpolitik“, so Pötzl, und dies gelte nicht nur für die zwischenstaatlichen Beziehungen, sondern auch für den Umgang mit dem Parlament. Während er aber als Staatsmann in Bezug auf die kriegerischen Auseinandersetzungen mit zuerst Dänemark, dann Österreich und abschließend mit Frankreich den richtigen Zeitpunkt zum Siegen abzuwarten verstand, da fehlte ihm der Instinkt für die richtungsweisenden innenpolitischen Entscheidungen, obwohl er das Parlament nicht nur in der Verfassungskrise von 1862 erfolgreich manipulierte, so der Verfasser. Mit dem Sozialistengesetz und dem Kulturkampf gegen die katholische Kirche scheiterte er kläglich und schob die Schuld dennoch auf Andere. Mit diesen Maßnahmen aber habe er die langsam wachsende demokratische Kultur in Deutschland jedoch maßgeblich geschädigt, so Pötzl.

    Fataler Einfluss auf die deutsche Geschichte

    Nicht, dass Pötzl einen direkten Kausalnexus zwischen der Person Bismarcks und der fatalen deutschen Kriegsgeschichte herstellt, aber er vertritt die These, dass die Person Bismarcks und die von ihm verkörperten Werte in einer Weise mythologisiert wurden, dass sie den aggressiven deutschen Militarismus mitbedingt haben – und damit irgendwie auch die Urkatastrophen des 20. Jahrhunderts. Pötzl zitiert den bekannten Soziologen Max Weber, der meinte, Bismarck habe eine Nation hinterlassen, der jede politische Erziehung fehle und in die in seiner Epoche im Niveau abgesunken sei. In der Gewichtung aber betont er die charakterlichen und politischen Mängel bei Bismarck gegenüber seinen diplomatischen Leistungen, so dass das Buch den Charakter einer Abrechnung trägt.

    Engelsbergs „Bismarck – Sturm über Europa“

    Die Biographie Engelberts stellt eine Neuausgabe dar und fasst die Ergebnisse der klassischen, zwei Bände umfassenden Arbeit dar, wobei sein Sohn Achim diese Fassung mit begleitete und herausgab. Dieses zweibändige Werk war das einzige große historische Werk, das gleichzeitig in Westdeutschland und der DDR veröffentlicht wurde. Dieses Werk zeichnet sich durch eine umfassende Einordnung der Person Bismarcks in die gesellschaftlichen Sozialisationsinstanzen seiner Zeit, eine Darstellung der geopolitischen Zwänge und Möglichkeiten und durch eine faire, unideologische Bewertung des Protagonisten aus. Sprachlich ist die Lektüre ein Genuss. Engelbert zeigt, dass die engeren und weiteren Familienbande Bismarck früh mit den informellen diplomatischen und aristokratischen Kanälen vertraut machte, der er später so geschickt zu nutzen verstand und die auch seinen Charakter prägten: „Bei seinem lockeren Leben unterschied sich Bismarck von anderen noch am ehesten durch seine Briefe, die, burschikos geschrieben und mit absichtsvollen Zynismen durchsetzt, die Kraftmeierei dieser Jahre mit entwaffnender Ehrlichkeit wiedergeben und frühe Neigungen zu zweckbedingtem Manövrieren verraten“ (S. 34).
    Engelberg stellt die außergewöhnliche Begabung des Diplomaten ebenso heraus wie seinen immer wieder sichtbar werdenden Narzissmus, der sich in teils kuriosen, teil aber auch destruktiven Formen Bahn brach, auf der anderen Seite wohl aber das Charakteristikum jedes erfolgreichen Politikers ist. Die komplexe innereuropäische Machtlage vor den Einigungskriegen der sechziger Jahre nach den Einigungskriegen Italiens wird ebenso souverän dargestellt wie die Folgen der deutschen Wiedervereinigung, die Bismarck gar nicht von vornherein so deutlich angestrebt hatte, wie ihm dies posthum angedichtet wurde.

    Tragisch verschenktes Erbe
    Dass Bismarck nicht den Zeitpunkt für einen würdigen Abgang fand und sich in Kämpfen gegen Wilhelm II. aufrieb, bewertet der Autor als eine Tragik in Bismarcks Leben, die jedoch in seinem Charakter angelegt und Ausfluss seines Hanges zur Hybris gewesen sei. Sein Charisma resultierte aber eben auch daraus, dass der „Lotse“ stets eigenhändig manövrierte.
    Dieses Werk bleibt eine der bedeutendsten Biographien über einen umstrittenen, aber dennoch großen deutschen Staatsmann, weil hier der Spagat zwischen kritikloser Verehrung und gesinnungsgetriebener Verdammung vollständig gelingt. Denn Engelbert, der dem Jahrgang 1909 entstammt, gehörte als Sozialdemokrat zu einem Milieu, das der Figur Bismarck äußerst kritisch gegenüberstand. Als umso glaubwürdiger erweist sich seine differenzierte und einfühlsame Darstellung.

    Unterschiedliche Ziele und Qualitäten

    Während Journalist Pötzl anhand der historischen Figur Bismarcks politische Statements für die Gegenwart transportieren möchte und einen dementsprechend reißerischen Schreibstil pflegt, gleicht Engelbergs historische Studie eher einem sprachlichen Kunstwerk, das eine glänzende Synthese von großen historischen Prozessen und wichtigen ästhetischen und kulturellen Kontextualisierungen sowie psychologischen Analysen darstellt. Dennoch sind beide Werke mit Gewinn zu lesen, denn während Pötzls Werk dazu auffordert, über die politischen Folgen der Ära Bismarck nachzudenken, da versetzt Engelberg den Leser empathisch in die sich industrialisierende und demokratische Welt der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und vermittelt die Chancen und Risiken, denen auch der Staatsmann und Politiker Bismarck ausgesetzt war.

    Norbert Pötzl: Bismarck – Der Wille zur Macht. Propyläen Verlag. Berlin 2015. ISBN-13 9783549074510. 304 Seiten. 16,99 Euro.
    Der Verlag im Internet: http://www.ullsteinbuchverlage.de/
    Ernst Engelberg: Bismarck - Sturm über Europa. Siedler München 2014.864 Seiten. ISBN: 978-3-8275-0024-3. € 39,99
    Der Siedler Verlag im Internet: http://www.randomhouse.de/

  • Germanwings - Symbol für den Abstieg eines depressiven Landes

    Der schlimme Absturz mit suizidaler oder massenmörderischer Komponente ist für Deutschland mehr als ein Unglück oder eine Tat, die alles drei, vier Dekaden passiert. Es ist das Symbol für den tiefen Fall eines Landes, dessen Stärken durch Ideologie, Selbstanklagen, Schuldkult und Versagen öffentlicher Dienste in eine Wohlstandsdekadenz mit Zerfallserscheinungen konvertiert werden. Der Absturz zeigt, dass nach den Pleiten des Berliner Flughafenprojekts, anderer Großprojekte, eines zunehmenden Misstrauens gegen die politische Klasse und die Medien eine der letzten Bastionen deutscher "Unfehlbarkeit" und Qualitätsanspruchs verloren gegangen sind. Das Geheule ist bei den parasitären Jetsets am Größten, die meinen, wegen jeder Kleinigkeit nach Brüssel jetten zu müssen. Ja, Flugzeuge können auch abstürzen. Und der Mensch ist fehlbar. Und viele Deutsche mit ihrem Leistungsethos schlucken Psychopharmaka, um ihr Arbeitspensum zu erfüllen. Der Schmerz, das Mitfühlen mit den Angehörigen ist echt. Aber irgendwie ist auch das Selbstmitleid einer Nation zu spüren, die sich technologisch im Abstieg befindet, weil sie Genderismus, Multikulturalismus, götzendienerischem Ökologismus und Egalitarismus in einem vulgärem Maße fröhnt, dass die technologische Grundlage der Gesellschaft aufgefressen wird.

  • Paul Collier in FAZ: Nationale Identität und maßvolle Einwanderung

    In der FAZ hat Paul Collier einen lesenswerten Artikel zur Masseneinwanderung verfasst. Er weist auf die Notwendigkeit einer nationalen Identität bei maßvoller Einwanderung hin. Eine übertriebene Multikulturalisierung spalte die Gesellschaft. Nur die Position der AfD muss er wieder als Intellektueller fehlinterpretieren, als sei die AfD gegen Einwanderung per sé und sei ausländerfeindlich. So gefährden auch solche Denker die demokratische Kultur, denn sie machen falsche Zuschreibungen. Dennoch ist der Artikel lesenswert, und auch die Kommentare darunter.

    Forist I: Bunt ist gefährlich

    Man muss doch feststellen, dass die gegenwärtige Bunt-Doktrin ein historisch sehr junges Phänomen ist. Ich würde es der 68er Bewegung zuschreiben. Historisch ist das also ein ungetestetes Konzept. Es basiert auf der Annahme von atomisieren Individuen, die sich alle doll mögen. Ethnisch, kulturell, religiöse Gruppenbildung kommt da gar nicht vor oder ist zumindest irrelevant. Menschen sind aber doch Herdentiere, denn die Gruppe erfüllt ein grundlegendes Bedürfnis, das Sicherheitsbedürfnis. Bunt kann meiner Meinung nach langfristig nicht funktionieren. Entweder die verschiedenen Gruppen wachsen zu einer neuen Einheit zusammen (z.B. Brasilien), oder das Konstrukt fliegt auseinander wie Ex-Jugoslawien oder die UDSSR. Das Ergebnis hängt auch von an der Verschiedenheit der Gruppen ab. Hat man abgeschottete Gruppen mit verschiedener demographischer und wirtschaftlicher Performance fliegt das Ding auseinander. Ich sehe z.B. nicht, dass die islamische Gruppe sich mit anderen Gruppen mischt.

    Forist II: eine Balkanisierung wird mantraartig als Bereicherung gepriesen

    eigene kulturelle Geschichte als nicht schützenswert, da minderwertig propagiert, dagegen wird sogar gerichtlich die Ausgrenzung bw. die Minderwertigkeit der Geschlechter befürwortet, obwohl die Gleichheit sogar im GG verankert wurde, weil zugereiste kulturelle Lebensweisen höher bewertet werden , als die eigenen Traditionen, der Zwang zum Erlernen der Landessprache wird als Germanisierung verteufelt, dafür aber Gelder für Dolmetscher und fremdsprachliche Formulare und Flyer zur Verfügung gestellt, ja sogar Wahlplakate in türkisch aufgestellt, um denen die das Erlernen der Landessprache verweigern aber eine politische Einflussnahme zu gewähren. Das setzt sich in der Integrationsministerin fort, die bei den Belangern ihrer Glaubensbrüder bzw. Landsleuten auch gegen die Interessen Deutschlands agiert. Ein Vorgeschmack, wie die einzelnen Zuwanderungsgruppen ihre eigenen Interessen fokussieren. Eine Gesellschaft mit dem Recht des Stärkeren - wollen wir das wirklich?

  • Die böse schwarze Katze Depression - der Tunnel der Beziehungslosigkeit

    Jemand, der die Krankheit nicht hat, kann sich nicht vorstellen, was eine endogene Depression mit Menschen macht, die eigentlich völlig normal wirken. Es ist die schwarze Katze, die sich in das Gemüt von Menschen stiehlt, die diese in einen Tunnel fühlt und völlig handlungsunfähig macht. Ein Freund, mit dem ich mich verabrede, verschwindet für Monate - ich höre dann Gott sei dank aus der Klinik von ihm - er kennt die Symptome und hat sein Selbstrettungssystem etabliert. Das Liegen in dunklen Räumen, Kopfschmerz, Sinnlosigkeitsgefühle, Antriebslosigkeit - eigentlich ist für bewussten Hass gar kein Raum in den emotionalen Tiefen der Depression. Der Selbstmord als Kontrollverlust ist möglich. Aber wie ist der geplante Selbstmord als erweiterter Suizid denkbar?
    Wenn Menschen sich entschieden haben, zu sterben, dann machen sie oft einen stabilen, fast fröhlichen Eindruck, wie Teresa Enke über ihren Mann vor ihrem Tod in Ronald Rengs Biographie erzählte. Aber warum viele Menschen mitnehmen? Es muss zur Gemütsstörung ein lang gehegter Hass auf die ganze Gattung, auf das Leben, auf die Schöpfung, auf Gott, auf alles, vorliegen. Denn professionell kalkulierte wusste der gemütskranke Pilot wohl genau, was er kann. Die emotionale und die rationale Ebene müssen total dissoziiert sein. Ähnliche Phänomene gab es bei den Massenmördern im dritten Reich, die ihre Kinder in den Arm nahmen, bevor sie andere Menschen eiskalt hinrichteten. Was ist die Kraft des Bösen, die diese Prozesse forciert?

  • Und führe uns nicht in Versuchung, sondern bewahre uns vor dem Bösen

    Das Böse in der Welt ist für den modernen Menschen reiner Aberglaube. Alles ist messbar, analysierbar und kalkulierbar. Die Grenzen dieses technikzentrischen Weltbildes werden uns immer dann bewusst, wenn eine große Katastrophe uns aus unserer Bequemlichkeit holt. ISIS, Selbstmordattentäter, Pilotenkiller -die Welt erlebt eine neue Gewaltwelle, die uns die Grenze unserer Weltimmanenz bewusst macht.
    War der bewusste Absturz eine bewusste Abrechnung mit einer bösen Welt, eine Überforderung bei täglichen Negativmeldungen, kombiniert mit Pilotenstreiks und Dauerärger, Mobbing? War es eine krankhafte Wahrnehmungsstörung, die den Piloten sich in einem Videospiel wähnen ließ? Oder war es eine satanische Kraft, die all of a sudden das Bewusstsein dieses Menschen übermannen konnte? Man darf nicht urteilen, weil wir diese Kräfte nicht wirklich kennen. Aber wir können nicht alles kontrollieren, und sind in einer Welt, in der Sinnfragen, Befindlichkeiten, Transzendenz eine wesentliche Rolle spielen.

  • Es gab Egypt Air 990 und Silk Air 185

    Pilotenselbstmorde sind selten, aber sieht gibt. Aber vom Muster sahen sie meist anders aus, denn in den beiden Fällen der ägyptischen und der Silk-Maschine in Indonesien stürzten die Piloten die Maschine in einen Sturzflug. Sie verließen sich nicht darauf, dass der Kapitän das Cockpit verlassen würde. Die G-Forces verhinderten, dass der Mit-Pilot in den anderen Fällen die Maschine würde retten können. Warum das sanfte Gleiten in die Berge, warum das Sich Verlassen auf einen unwahrscheinlichen Gang des Piloten aus dem Cockpit? Das Mysterium ist riesig, satanische Kräfte scheinen den Mann plötzlich übermannt haben. Ein trauriger Tag für alle. Warum dieser apokalyptische Tod, dieses Signal, alles Leben symbolisch vernichten zu wollen? Abzurechnen mit dieser Welt???

  • Germanwingsflug: Software-Fehler wahrscheinlich

    Die Veränderung des Mensch-Technik-Interfaces soll die Wahrscheinlichkeit eines menschlichen Versagens im Cockpit minimieren. Und wohl ist das auch der Fall, dass das Fliegen durch die Software-Steuerung sicherer geworden ist. Aber es gibt auch Fälle bei A 320-Maschinen, in denen eine falsch konzipierte Software in Situationen falsch reagierte beziehungsweise die Piloten auf eine falsche Spur brachte, so dass die Maschine abstürzte. Dies war bei einem A320-Testflug bei Straßburg der Fall und bei einem Testflug von Perpignan ausgehend, der im Mittelmeer endete, weil die Piloten die Korrekturen nicht ausführen konnte, weil die Software falsche Signale aus dem Pitot-Tube bekam. Wenn die Software falsch ist oder mit falschen Daten gefüttert wird, was bei den anfälligen Geschwindigkeitsmessern der Fall ist, dann ist bei vollautomatischen Maschinen das Schicksal oftmals besiegelt.
    Es ist verdächtig, dass die Maschine eine Minute nach Erreichen der Reiseflughöhe in den langsamen Sinkmodus überging. Es ist unwahrscheinlich, dass das ein intentionaler Akt der Piloten war. Der Absturz lässt viele Fragen offen...

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